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Bestandsaufnahme

Die dreidimensionale Vermessung von Gebäuden oder Anlagen mit dem 3D Laserscanner stellt eine schnelle und kostengünstige, aber auch präzise Alternative zu herkömmlichen Vermessungsmethoden dar. Besonders die Vermessung von großen Produktionshallen, komplexer Anlagen oder schwer zugänglichen Bereichen, werden erst durch die Aufnahme mit dem Laserscanner wirtschaftlich durchführbar.

Durch das berührungslose Messverfahren mit dem 3D Laserscanner werden während der Bestandsaufnahme vor Ort Störungen des Produktionsablaufes auf ein minimum reduziert. Die Messungen können dabei unabhängig von den vor Ort herrschenden Lichtverhältnissen durchgeführt werden.

Dabei gliedert sich die Vorgehensweise der Bestandserfassung in folgende Teilbereiche:

Aufbau des Bezugssystems

Die Scanpunkte eines Scans sind zunächst bezogen auf den Scanner, d.h. die Koordinatenangaben beziehen sich auf einen Ursprung, der sich im Scanner befindet. Sollen die Scanpunkte in ein scanübergreifendes Koordinatensystem eingebettet werden, so müssen die Position und Lage des Scans bekannt sein. Um die einzelnen Scans miteinander verknüpfen, d.h. lagerrichtig zueinander positionieren zu können, wird vor Ort ein Bezugssystem aufgebaut.

Wir arbeiten hierbei mit Papiertargets und mit sogenannten Referenzkugeln. Um diese Referenzkugeln nutzen zu können werden an zugänglichen Bereichen Messmarken in Form von Gewindebolzen oder aber auch, falls nicht erwünscht oder möglich, temporäre Messmarken, angebracht.

Jede Messmarke wird beschriftet und nummeriert, so dass eine spätere eindeutige Identifizierung möglich ist. Mit dem Aufbau und der Bereitstellung eines festen Bezugssystems ist bereits ein wertvolles, reproduzierbares Messraster entstanden, das in dieser Form für Planungen im CAD und für Anlagenaufstellung eingesetzt werden kann.

Tachymetrische Vermessung

Zum Erzielen einer hohen Genauigkeit werden eine sinnvolle Anzahl von angebrachten Messmarken tachymetrisch vermessen. Dabei beziehen sich die Koordinaten entweder auf ein lokales, frei wählbares Bezugssystem, oder man nutzt ein vorhandenes Bezugssystem. Dabei handelt es sich in der Regel um den Hallen- oder Werksnullpunkt. Wenn die CAD Planungsdaten ebenfalls im Hallen- oder Werkskoordinatensystem vorliegen, wird sichergestellt, das die Scandaten mit den vorhandenen CAD-Daten übereinstimmen.

Laserscanning

Mit dem 3D Laserscanner, werden nach dem Phasenlaufzeitverfahren die Hallen bzw. Objekte aufgenommen. Hierbei orientiert sich die Anzahl der Scans nach den örtlichen Gegebenheiten sowie dem späteren Detailierungsgrad der Modellierung. Als Ergebnis erhält man Millionen von 3D Messpunkte, die sogenannte Punktewolke, die schon ohne weitere Aufbereitung eine Fülle an Informationen enthält und unmittelbar nach Scanaufnahme für eine vor-Ort-Analyse genutzt werden kann.

Messungen innerhalb der Scans sind dabei ebenso möglich, wie Ebenenüberprüfung von Decken und Fundamente, bis hin zum Import von vorhandenen 3D Modellen zur Kollisionsüberprüfung.